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Blankenese - Die Stadt am Strand oder das Positano des Nordens

Es fehlt nur noch ein "buongiorno" zum Gruß, dann wäre die Italien-Illusion perfekt. Es ist das größtenteils aus Fischerhäusern bestehende Treppenviertel am Elbhang, dem Blankenese den Beinamen "hanseatische Riviera“ verdankt. Ganz oben thront die "Süllburg", die fast 150 Jahre alte Gastronomie auf der Süllberg-Kuppe, welche die wohl schönste Aussichts-Terrasse Hamburgs bietet: Der Breitwand-Elbblick sucht seines Gleichen. Der Elbuferwanderweg ist sommertags voll von Sonnen- und Badehungrigen und Ostern lodern hier die größten Osterfeuer. Letztere ist eine von vielen Traditionen, die in der heimlichen „Hauptstadt der Elbvororte“ gepflegt werden. Eine Stadt für sich – mit allen Versorgungseinrichtungen – ist Blankenese in jedem Fall.

Freizeit

Nicht nur der hohe Anteil an Grünflächen fällt sofort auf, sondern auch der fast zwei Kilometer lange Weg entlang der Elbe, der zu Recht Strandweg heißt. Denn der überwiegende Teil der Uferzone ist Strandfläche und wird während der Sommermonate auch so genutzt. Am nächsten zum Ortszentrum liegen der Goßlers Park, nördlich der Blankeneser Landstraße, und der Hessepark. Er liegt mitten im Ort. Recht zentral liegt auch der erst seit 1939 öffentliche Baurs Park zwischen dem Jollenhafen Blankenese und dem Mühlenberger Weg. Westlich der Richard-Dehmel-Straße (sie führt direkt zum Süllberg) gehen der Schinckels Park, der Bismarckstein, der Römische, der Waldpark Falkenstein und der Sven-Simon-Park ineinander über. Die Blankeneser Parks zeichnen sich sämtlich durch deutliche Höhenunterschiede aus. Ambitionierte Freizeitsportler wissen das zu schätzen. Die Nienstedtener haben den Jollenhafen Mühlenberg – die Blankeneser den Jollenhafen Blankenese, Heimat des Blankeneser Segel-Club e.V. Etwas ganz Besonderes ist der HGC, der Hamburger Golf-Club e.V. Falkenstein (Blankenese). 2005 ermittelte das GOLFmagazin Falkenstein zum 2. Mal hintereinander als besten deutschen Club. Um der Wahrheit die Ehre zu geben muss aber erwähnt werden, dass der größere Teil der herrlichen Anlage auf Rissener Gebiet liegt. Ähnlich verhält es sich übrigens mit dem Tennisclub Blankenese von 1929 an der Elbchaussee, neben dem Hirschpark. Er liegt auf Nienstedtener Gebiet. Eindeutig in Blankenese liegt dagegen die SV Blankenese von 1903 e.V. im Eichengrund.

Bildung

Blankenese bietet vier Möglichkeiten des Grundschulbesuches an. Zwei staatliche Schulen, das sind die offene Ganztagsschule Gorch-Fock-Schule und die gleichfalls offene Ganztagsschule Elbkinder Grundschule im Grotefendweg. Die beiden Schulen mit freien Schulträgern sind einmal die Bugenhagenschule am Hessepark, in der Oesterleystraße, eine evangelische ganztägige Grund- und Stadtteilschule mit Integrationsklassen. Bei der anderen handelt es sich um die Katholische Schule Blankenese in der Mörikestraße. Die gleichfalls stattlich anerkannte Privatschule wurde 1948 als Gemeindeschule der Kirchengemeinde Maria Grün gegründet und bietet Vorschulgruppen sowie die Klassen 1-4 (dreizügig) an. Zu den Weiterführenden Schulen zählen neben der Bugenhagenschule das Marion Dönhoff Gymnasiumin der Straße Willhöden, das Gymnasium Blankenese in der Oesterleystraße und die Stadtteilschule Blankenese in der Frahmstraße. Das Gymnasium Blankenese hat noch eine historische Besonderheit zu bieten: Die Klassen der Unterstufen werden in der ehemaligen Richard-Dehmel-Grundschule am Kahlkamp unterrichtet. Die Besonderheit dieser denkmalgeschützten Dependance erfährt man eigentlich nur durch persönliche Inaugenscheinnahme. Wer diesen Platz nicht kennt, sollte ihn einmal auf dem Weg zum Elbufer aufsuchen. Die ev.-luth. Blankeneser Kirche wurde 1896 in Backsteingotik erbaut und verfügt über ein angrenzendes Gemeindehaus mit renommiertem Kammerchor. Die katholische Gemeinde trifft sich in der Maria-Grün-Kirche, unweit der Stadtteilgrenze zu Nienstedten.

Kultur

Das kleine aber feine Kulturprogramm wird hoch von den Blankenesern geschätzt. Das Blankeneser Kino ist eines der letzten Kinos im Hamburger Westen und wurde schon öfters vom Bundesministerium für Kultur und Medien sowie der Kulturbehörde für das hervorragende Jahresfilm- und Kinderfilmprogramm ausgezeichnet. Ein Geheimtipp ist das Amphitheater des Römischen Gartens, das seit 2005 in den Sommermonaten von dem N.N.-Theater bespielt wird. Umgeben von einer Eibenhecke laden rund 200 Plätze auf Rasenbänken ein, um neben schauspielerischem Vergnügen den einzigartigen Blick auf die Elbe zu genießen. Eine wahre Augenweide ist das 1795 im klassizistischen Stil errichtete Goßlerhaus auf dem Krähenberg, das durch den Förderverein regelmäßig Konzerte und Kabaretts präsentiert. Das Landhaus ermöglicht ebenfalls Bürgerbegegnungen, Literatur-Cafés und Kunst-Treffs und macht es zu dem Kulturhaus von Blankenese. Im Puppenmuseum Falkenstein in der Villa Michaelsen (1923 von Karl Schneider errichtet) kann man 300 Puppen bestaunen, die ein Stück Alltagsgeschichte der vergangenen zwei Jahrhunderte dokumentieren. Nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, wird hier ein Stück Nostalgie vom alten Blankenese enthüllt. Zur Stadtteilkultur gehört auch das Stadtmagazin"Klönschnack“, das über den Hamburger Westen berichtet. Für viele ist das Magazin nicht mehr wegzudenken. Die Einwohner von Othmarschen bis Wedel freuen sich über die kostenlose monatliche Zustellung bis zu ihrem Briefkasten.
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