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Hochkamp - Hamburgs Villeninsel - Ein Beitrag von Peter M. Förster

Sie kennen die Hamburger Elbvororte. Dieses Villengebiet entlang der Elbe, zwischen Othmarschen und Rissen. Jeder dieser Vororte hat seinen eigenen Elbstrand. Bis auf Hochkamp. Hochkamp hat etwas anderes. Eine ganz besondere Entwicklungsgeschichte, die dem typischen Charakter dieses Villengebietes ewige Jugend verspricht, solange sich ein Tugendwächter findet (davon später mehr) und das Ergebnis einer sorgsam durchdachten Projektentwicklung ist. Was fällt Ihnen zu Hochkamp ein? Große Häuser auf großen Grundstücken. Hohe Bäume und gepflegte Gartenanlagen. Und damit endet die Beschreibung. Schade, Hochkamp bietet hochinteressante Geschichte. Dieser spezielle Teil der Elbvororte, die „Villenkolonie Hochkamp“, ist ein Stück hanseatischer Wohnkultur und eine Baumaßnahme, die auch aus heutiger Sicht eine Höchstleistung ist. Herr Dr. Raabe, inzwischen verstorbener Vorsitzender des Vereins Hochkamp e.V., unterstützte uns bei der Recherche und vermittelte ein Stimmungsbild von damals.

Die Anfänge

Die Anfänge reichen bis in das ausgehende neunzehnte Jahrhundert zurück. Damals erwarb Friedrich Leopold Loesener etwa 100 Hektar Rübenackerfläche von Osdorfer, Nienstedtener und Dockenhudener Bauern und beauftragte den Architekten Ferdinand Ancker mit der Planung. Damals gehörte dieses Gebiet noch zu Schleswig-Holstein. Die Folgen spüren die Eigner noch heute: Viele Bauunterlagen werden vergeblich im Bauamt Blankenese gesucht – sie befinden sich immer noch in Schleswig-Holsteinischen Amtsstuben, im Kreis Pinneberg. Friedrich Loesener übernahm die Rolle des Finanziers und Ferdinand Ancker die des Planers und Unternehmers. Hochkamp war nicht Anckers erstes Projekt. Er hatte bereits den Bau der Villenanlage Neu-Othmarschen geplant und im Zuge dieser Baumaßnahme auch für den Bahnanschluss (heute S-Bahnhof Othmarschen) gesorgt. Die beiden Bauträger begannen also auf eigene Kosten mit der Umsetzung des Bebauungsplanes. Zunächst mit der Erschließung der erworbenen Fläche. Es wurden Straßen und Bürgersteige mit elektrischer Beleuchtung angelegt. Dann eine Sielleitung zur Elbe, teilweise etwa sechzehn Meter tief. Diese Sielleitung gibt es übrigens heute noch. Den Strom lieferte ein eigenes Kraftwerk. Es stand in der jetzigen Fontanestraße (früher Bogenstraße).

Ausblick

Das war die Geschichte der Villenanlage Hochkamp. Hat sie auch eine Fortsetzung? Hoffentlich. Dazu muss sich allerdings jemand findet, der an Stelle von Herrn Dr. Raabe über die „Aufrechterhaltung und Innehaltung“ der übernommenen Verpflichtungen wacht. Doch diesen Nachfolger suchen, können nur die Hochkamper selbst. Der Verein muss sich selbst unterstützen. Ich sitze immer noch neben ihm, in seinem Arbeitszimmer, und wir schauen gemeinsam auf das Nachbarhaus, das auch zum Besitz der Familie Raabe gehört. Ein guter Teil der Geschichte Hochkamps ist auch Teil der Familiengeschichte. Die Gedanken der Herren Loesener und Ancker sind immer noch aktuell, vielleicht mit etwas anderer Bedeutung beziehungsweise Betonung. Wir erleben heute eine zunehmende Rückbesinnung auf die „Wahren Werte“, die den besten Nährboden in Familien mit Traditionsbewusstsein finden. Auch wenn die großen Villen nicht im Besitz der selben Familienverbände bleiben, sondern im Laufe ihrer technischen Lebensdauer einen oder mehrere Wechsel ihrer Bewohner erleben, so bleibt doch der ursprüngliche Bestimmungszweck erhalten: Ein Familienhaus. Hochkamp sorgt, der Klausel sei Dank, selbst für ein intaktes Umfeld. Und für mich hat Hochkamp noch etwas, ein eigenes unverwechselbares Wohnklima.

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