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Nienstedten - Hier ist die Kirche noch im Dorf

Viele Menschen verbinden das "Dorf Nienstedten" mit einem der schönsten Tage Ihres Lebens. Denn hier steht eine hübsche Fachwerkkirche, die ihren Ruf als Hochzeitskirche weit über die Hamburger Landesgrenzen hinaus hält. Umgeben ist sie von alten strohgedeckten und von den Kriegen unversehrten Katen und Backsteinhäusern, die Nienstedten den Nimbus eines Museumsdorfs geben. Und auch wenn man hier "dörflichen Gepflogenheiten" in Bürger- und Heimatverein, Freiwilliger Feuerwehr und Chören nachgeht, darf nicht übersehen werden, dass Nienstedten mit seinen wilhelminischen Wohnhäusern und Villen einer der nobelsten Elbvororte ist, der zudem drei weltbekannte Institutionen beherbergt: Den internationalen Seegerichtshof, das „Spring- und Dressur-Derby Klein Flottbek“. Und das Louis C. Jacob, eines der besten und ältesten Hotels Deutschlands.

Freizeit

Der kleinste Stadtteil der Elbvororte, ca. 4.400 m² groß, hat an Sport- und Grünanlagen einiges zu bieten. Vom Lünkenberg im Süden bis zum S-Bahnhof Klein Flottbek im Norden erstrecken sich nacheinander der Wesselhoeftpark, der Wester Park und das Gelände des Reitturnierplatzes (Derby-Park). Bemerkenswert in jeder Hinsicht ist der Hirschpark zwischen Elbchaussee und Elbuferweg, ein Damwildgehege aus wilhelminischer Zeit. Ein ideales Ziel für die Kleinen. Hier gibt es das ganze Jahr etwas zu bestaunen. Auch eine Grünanlage, wenn auch anderer Art, ist der Nienstedtener Friedhof. Große Namen stehen auf den Grabinschriften. Auch die des Barons Caspar von Voght und die der Familie Godeffroy. Sport treiben die Nienstedtener im Sport-Club Nienstedten von 1907 e.V., ein reiner Fußballverein mit 25 Jugendmannschaften. Oder beim Nienstedtener Turnverein von 1894 e.V., mit den Sparten Fußball, Turnen, Basketball und einem breiten Fitnessprogramm. Seglerfreunde haben ihr Zuhause im Mühlenberger Segel-Club e.V., im Jollenhafen Mühlenberg, hart an der Grenze zu Blankenese.

Bildung

Die Grundschule heißt Schule Schulkamp und liegt in der gleichnamigen Straße. Zwischen der Elbchaussee und der Christian-Frederik-Hansen-Straße, mit Adresse Elbchaussee, befindet sich die Rudolf Steiner Schule Nienstedten e.V. Die einzügige Schule ist als Waldorfschule eine staatlich anerkannte Gesamtschule in freier Trägerschaft. Der Schulträger ist ein gemeinnütziger Verein, dem alle Eltern und Lehrkräfte angehören. Einen selbständigen Schulverein als Träger hat auch die Raphael-Schule im Quellental. Es ist eine heilpädagogische Waldorfschule für „alle Kinder, die für ihre Entwicklung eine besondere Hilfestellung benötigen“. Nienstedten ist schon seit 1297 Kirchdorf und verfügt heute über eine Kirche aus dem Jahre 1751. Die kleine prachtvolle Nienstedtener Kirche wird immer wieder gerne als Hochzeitskirche ausgesucht, da sie durch die Fachwerk-Architektur und ihren puristischen Saalbau hanseatische Bezüge aufweist. Sie zeugt ebenfalls von einem ausgeprägten Gemeindeleben mit Mutter-Kind-, Jugend- und Altengruppen und auch drei Chöre.

Kultur

Die Nienstedtener pflegen ihren Dorfkern mit Leib und Seele. Feste und gesellschaftliche Ereignisse werden gerne zelebriert, jedoch stilvoll und im kleinen Ton. Zwei mal im Jahr wird ein Jahrmarkt organisiert, der seit dem Mittelalter nicht nur bei den Kleinen eine lange Tradition genießt. Das im Frühjahr und Herbst stattfindende Dorffest wird an Weihnachten durch einen kleinen Adventsmarkt ergänzt. Von viel größerem Format zeugt das Spring- und Dressur-Derby, das vom Norddeutschen und Flottbeker Reiterverein initiiert wird. 45.000 Pferdebegeisterte erfreuen sich jedes Jahr an dem renommierten und weltbekannten Event, bei dem Reitgrößen wie Ludger Beerbaum oder Franke Sloothaak teilgenommen haben. Ein wahres Juwel birgt in Nienstedten das zur festen Hamburger Institution avancierte Hotel Louis C. Jacob. Es liegt direkt an der Elbchaussee und man kann als Hotelgast oder als Tagesbesucher einen sagenhaften Blick von der Terrasse auf die Elbe genießen. Die von alten Linden gesäumte Terrasse ist weltbekannt, da sie den impressionistischen Maler Max Liebermann dazu inspirierte, sie in einem Bild festzuhalten. Das für seine Natürlichkeit und atmosphärische Wirkung berühmt gewordene Ölgemälde kann man heute in der Hamburger Kunsthalle bewundern.
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